Schulchronik

1928

Am 31. Mai erging an die Gemeindevertretung, den Ortsschulrat und die Schulleitung der Volksschule die Aufforderung, die Errichtung einer Hauptschule anzustreben.
Am 1. September wurde der Unterricht aufgenommen. Es besuchten 27 Knaben und auch schon 20 Mädchen die Hauptschule, obwohl deren Zulassung erst im Nachhinein genehmigt wurde.

1929

Im Herbst begann die Gemeinde mit dem Bau der Hauptschule. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgte 1932.

1934

Die politischen Unruhen hatten auch ihre Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Mehrere Versetzungen, Entlassungen und Pensionierungen von Personen, die dem Regime unangenehm waren, brachten Veränderungen im Lehrkörper.

1939

Der Zweite Weltkrieg brachte für das gesamte Schulwesen einschneidende Maßnahmen mit sich. Viele Lehrer mussten in die Wehrmacht einrücken. Dadurch kam es zu einem großen Lehrermangel und ständigem Lehrerwechsel. Der Unterricht war nur sehr schwer aufrecht zu erhalten. Lehrer, die man 1934 in den Ruhestand versetzt hatte, wurden wieder in den Schuldienst aufgenommen, so auch Marie Deichstetter.

1940

Wegen der schlechten Lebensmittelversorgung gab es im Winter eine Milchausspeisung für die Kinder.

1941

Kinder aus dem heutigen Moldawien, aus den "luftgefährdeten Gebieten" (Bremen und Hannover) und aus Kiel besuchten in St. Aegyd den Unterricht.

1943

Der Turnsaal wurde in einen öffentlichen Luftschutzraum umfunktioniert.
Die Hauptschule der Gemeinde St. Aegyd wurde mit der Hauptschule der Nachbargemeinde Hohenberg  zusammengelegt. Die Schülerzahlen waren zu gering, um normale Klassen führen zu können.

1945

Das Schulgebäude wurde im März von den SS-Truppen beschlagnahmt und die Schule wurde geschlossen.
Der Unterricht wurde erst nach Kriegsende am 12. Juni, nachdem man die Spuren des Krieges so einigermaßen beseitigt und das erforderliche Inventar herbeigeschafft hatte, wieder aufgenommen.
Wichtig war Rechnen, Deutsch, Lesen und Schreiben, sowie etwas Geschichte, Erdkunde, Naturgeschichte und Naturlehre. Gesungen wurde nicht.
Durch das Fehlen von Lehrpersonal wurde der Kurzunterricht eingeführt. Montag, Mittwoch und Freitag waren die erste und die dritte Klasse anwesend, Dienstag, Donnerstag und Samstag die zweite und die vierte Klasse.
Die Schüler erhielten in diesem Jahr keine Zeugnisse. Man hatte keine Formulare.

1946

Die Schüler wurden im Rahmen der UNICEF-Schülerausspeisung mit einem warmen Mittagessen versorgt.

1950

Der erste Ortsschülertorlauf fand statt. Die Sieger waren :
Zöchling Elfriede, Podopnik Siegfried, Wallner Rudolf, Griessler Wilfried.

1951

Man begann wieder mit der Durchführung von Schulveranstaltungen: Jugendsingen, Schulschlussfeiern, Ausflügen, ...

1952

Am 15. November wurde der Elternverein der Volks- und Hauptschule gegründet.

1953

Man begann mit der Einführung von zwei Klassenzügen auf einer Schulstufe.

1976

Der Schulsprengel der Hauptschule wurde auf das gesamte Gemeindegebiet ausgedehnt, nachdem es zur Stilllegung der Volksschuloberstufen in den Katastralgemeinden Kernhof, Lahnsattel, Gscheid, Ulreichsberg und Neuwald gekommen war. Die Schülerzahlen stiegen sprunghaft an. Der Bau eines neuen Gebäudes wurde unaufschiebbar.

1977

Die offizielle Eröffnung des neuen Hauptschulgebäudes fand am 23. September statt. Im Beisein vieler prominenter Ehrengäste, darunter auch der Herr Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger, wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben.
Gleichzeitig wurde auch mit dem Schulversuch "Integrierte Gesamtschule" begonnen. In den Unterrichtsfächern Deutsch, Englisch und Mathematik wurden die Schüler nach ihren Leistungen eingestuft. In den übrigen Gegenständen blieben sie in ihrem Klassenverband beisammen. Das zweizügig geführte System hatte ausgedient.

1988

Im April wurde ein Informatikraum mit sechs PCs, einem Plotter und einem Wählleitungsmodem eingerichtet. Die Hauptschule nahm an dem Schulversuch "Grundlagen der Informatik" teil. Demnach wurde der Informatikunterricht in der 3. und 4. Klasse mit je zwei Wochenstunden eingeführt. Außerdem sollte der Unterricht fächerintegrativ geführt werden. Das bedeutete, der PC sollte durch den Einsatz von geeigneten Lehr- und Lernprogrammen auch in Physik und Chemie, Werkerziehung, Mathematik, Deutsch und Englisch, sowie Geografie zum Einsatz gebracht werden. Einen besonderen Raum nahm die Datenübertragung ein, und so bekam die Schule eine der ersten Mailboxen (Göllerbox) im internationalen FIDO-Netz. Besonders schwere Pionierarbeit leistete auf diesem Gebiet unser leider schon verstorbener Kollege Herr SR Heinrich Wenzel.
Ebenfalls im Schuljahr 1988/89 kam es zur Einführung des Nachmittagsunterrichts. Dazu bot die Schule eine ganztägige Betreuung für die Schüler an. Diese wurde aber vom Großteil der Eltern abgelehnt. 

1989

Die Lehrkräfte fassten am 6.April den einstimmigen Beschluss, bei der NÖ Landesregierung um die Errichtung einer Schihauptschule mit den Schwerpunkten Langlauf, Sprunglauf und Nordische Kombination anzusuchen. "Die finanzielle Basis sei nicht gesichert", meinte die Sportlandesrätin Liese Prokop und nach langwierigen Verhandlungen löste sich die Idee in Rauch auf. Sehr zum Leidwesen vieler Talente aus St. Aegyd gab es keine Schihauptschule. 

1990

Bei den Waldjugendspielen, wo die Schüler ihr vielfältiges Wissen über den Wald, seine Tiere und Pflanzen unter Beweis stellen müssen, konnten die Schüler den Vizelandesmeistertitel nach St. Aegyd holen. 

1997

Die Schulspielgruppe drehte unter der Leitung von Frau HOL Dietlinde Pfeffer einen bemerkenswert zeitnahen Film mit dem Titel "WARUM?" Er erzählt von rassistischer Diskriminierung unter Schülern. Die Schule und der Pausenhof dienten als Drehorte. Der Kurzfilm erhielt einige Auszeichnungen und wurde auch im ORF ausgestrahlt. 

2001

Die Ausseer Hardbradler wurden zu einem Workshop in die Schule eingeladen

2002

Die 4. Klasse konnte mit neuen, den modernen Anforderungen entsprechenden Schulmöbeln ausgestattet werden.
Im Mai fand eine große Feier zum 25-jährigen Bestehen des neuen Hauptschulgebäudes statt. Es gab Darbietungen der Schulspielgruppe, des Chors und der Spielmusikgruppe. Im gesamten Schulgebäude gab es Ausstellungen zu unterschiedlichsten Themen, die die Schüler selbst gestaltet hatten. Ein Höhepunkt war die Eröffnung des Computermuseums.

2005

Mit einem zweitägigen Festprogramm gedachte die Hauptschule am 20. und 21 Mai 2005 der Unterzeichnung des Staatsvertrages und der Proklamation der 2. Republik. 

2006

Der Schulteich wurde erneuert.
Alle Klassen nahmen zum ersten Mal an dem Projekt "Lernen in Resonanz" teil. 

2007

Die 1. Klasse bekam Stabschrecken und Gespensterschrecken als "Haustiere" zur Betreuung.

2008

Im April fand ein großes Projekt zur Suchtvorbeugung statt. 

2009

Die Hauptschule wird eine ÖKOLOG - Hauptschule. Es wurden viele Projekte zum Thema Boden durchgeführt und sogar ein naturnaher Schulgarten angelegt.
Im September übernahm OSR Franz Schrittwieser die Leitung der Hauptschule. 

2010

In der 1. Klasse wird im Herbst mit dem Schulversuch "Interessens- und Berufsorientierte Mittelschule - IBMS" begonnen. 

2011

Patrick Spielbichler erringt im Juni im Landesfinale der Mathematikolympiade den 2. Platz.
Ab Herbst wird die Hauptschule ein Modellversuch zur Niederösterreichischen Mittelschule.

2012

Im Herbst 2012 übernimmt die Leitung der Schule Frau SR Theresia Platzer.

2013

Im Juni wird wieder einmal ein großes Suchpräventionsprojekt durchgeführt. Das Theaterstück "Pokerspiel der Geister" kommt zur Aufführung.
Die 2. Klasse wird bei den Waldjugendspielen Bezirkssieger und erreicht beim Landesfinale den "Waldmeister in Gold".
Im Herbst wird unter Mithilfe der Schüler eine Dachbodendämmung durchgeführt.

2014

Mit dem Projekt "Klimaschutz - packen wir's an" wird unsere Schule für den Klimaschutzpreis des ORF nominiert. Leider klappt es mit dem Sieg nicht. Der ORF filmt auch in unserer Schule und der Beitrag wirde in der Sendung "Konkret" gebracht.
Das Volleyballteam wird Bezirkssieger und erreicht im anschließenden Landesfinale den beachtlichen 11. Platz.
Die 2. Klasse wird wieder einmal "Waldmeister in Gold".
Zöchling Michael erreicht bei der Mathematikolympiade im Bezirk den 1. Platz.
Im Herbst werden alle 4 Klassen mit Interaktiven Whiteboards ausgestattet.

2015

Unsere Volleyballmannschaft wird wieder einmal Bezirkssieger und darf am Landesfinalbewerb teilnehmen. Dort klappt es leider nicht so gut.
Die 2. Klasse erreicht bei den Waldjugendspielen hinter dem Gymnasium Lilienfeld den 2. Platz.
Die 4. Klasse erreicht bei der Englischolympiade den 1. Platz und Klaus Karner bei der Mathematikolympiade den 2. Platz.
Im Herbst werden erstmals die 1. und die 2. Klasse zusammengelegt. Es gibt zu wenig Schüler.